Der neue Traysealer G 700 verpackt Fertiggerichte, Snacks, Gemüse und Fresh Cut Produkte hocheffizient und wirtschaftlich

Mit dem G 700 erweitert MULTIVAC sein Portfolio um einen leistungsfähigen Traysealer für das Verpacken von Fertiggerichten, Snacks, Gemüse sowie Fresh-Cut-Produkten aller Art. Durch den Einsatz einer innovativen Begasungstechnologie können auch empfindliche Produkte, Produkte mit bröseligen Bestandteilen sowie Lebensmittel, die heiß abgefüllt werden, schonend und sicher unter MAP verpackt werden. Der G 700 bietet eine hohe Flexibilität hinsichtlich der Verarbeitung unterschiedlicher Trayformate sowie einen hohen Ausstoß und eine maximale Wirtschaftlichkeit.

MULTIVAC antwortet mit dem neuen Traysealer, der erstmals auf der interpack 2017 zu sehen ist, auf einen signifikanten Trend zu mehr Convenience. Insbesondere die Nachfrage nach Fertiggerichten, Antipasti, verzehrfertigen Salat- und Obstmischungen sowie kleinen und gesunden Snacks in allen Preissegmenten setzt sich ungebrochen fort.

 

Produktschonender und effizienter Verpackungsprozess

In Abhängigkeit der zu verpackenden Produkte können auf dem G 700 Trayverpackungen mit und ohne Atmosphärenaustausch hergestellt werden. 

Zur Herstellung von Packungen mit Atmosphärenaustausch erfolgt beim G 700 eine Gasspülung der Trays. Auf das Evakuieren derselben wird verzichtet. Dadurch wird der Verpackungsprozess schonender und kann damit auch für empfindliche Lebensmittel eingesetzt werden. Auch Produkte mit bröseligen Bestandteilen oder Menukomponenten, die heiß abgefüllt werden, können damit sicher und zuverlässig verpackt werden. Dabei erreicht der G 700 Taktraten von bis zu 15 Takten pro Minute. Bei der Verpackung ohne Atmosphärenaustausch können bis zu 18 Takte pro Minute erreicht werden.

Hohe Flexibilität hinsichtlich Produkten und Packungsdesign

Auf dem G 700 können neben Trays aus Kunststoff auch Trays aus Aluminium oder Karton sowie Trays mit unterschiedlichen Formgebungen und Mehrkammertrays mit einer maximalen Traylänge von 110 mm verarbeitet werden. Dabei verfügt der G 700 über ein präzises und zuverlässiges Traytransportsystem, das einen schonenden Transport derselben gewährleistet. Der Wechsel der Werkzeuge erfolgt einfach und schnell.

Für die Beladung und Zuführung der Trays kann der G 700 mit Bandsystemen oder Mitnehmerkettenzuführsystemen von MULTIVAC ausgestattet werden, in die entsprechende Entstapler intergiert werden können.

Für einen hohen und gleichzeitig ergonomischen Bedienkomfort ebenso wie für eine hohe Prozesssicherheit wurde der G 700 von MULTIVAC mit einer intuitiven Bedienoberfläche ausgestattet.

Anwendungen

Der G 700 ist für das Verpacken von Convenience-Produkten in MAP-Verpackungen ausgelegt, wie beispielsweise Fertiggerichte, Menükomponenten, Snacks, Obst, Gemüse und Salate. Dabei erfüllen Tray-Verpackungslösungen von MULTIVAC höchste Anforderungen im Hinblick auf Haltbarkeit, Packungssicherheit und Produktpräsentation. 

Natürliche Atmosphäre

Die technisch einfachste Lösung ist das Versiegeln der Trays ohne Atmosphärenaustausch. Diese Packungen schützen das Produkt vor Berührung und mechanischen Einflüssen, haben jedoch keine haltbarkeitsverlängernden Eigenschaften.

Gleichgewichtsatmosphäre (EMAP)

Durch Mikroperforation wird die Permeabilität der Oberfolie auf die Atmungsrate des Produkts abgestimmt. Dadurch stellt sich eine Gleichgewichtsatmosphäre ein, welche die Haltbarkeit von empfindlichen, atmenden Produkten wie Obst, Gemüse, Salat und Kräutern verlängert.

Schutzatmosphäre

Bei Verpackungen mit Schutzatmosphäre wird die Atmosphäre in der Packung durch eine auf das Produkt abgestimmte Gasmischung ersetzt, um Form, Farbe und Frische des Produktes zu erhalten. Da küchen- und verzehrfertige Produkte wie Salate oder heißverpackte Komponenten empfindlich sind, verzichten wir beim Prozess auf das Evakuieren (Vakuum) und befüllen die Packungen vor dem Versiegeln schnell und gleichmäßig mit der gewählten Schutzatmosphäre. 

Bequem, haltbar, hochwertig und lecker

Verzehrfertige Ready Meals und Convenience-Food, also Lebensmittel in verschiedenen Verarbeitungsgraden, liegen bei den Verbrauchern im Trend. Beide sind zwar in der Regel etwas teurer, doch bieten sie viele Vorteile: Sie sind gut haltbar, leicht zu bevorraten und vor allem schnell und einfach zuzubereiten. Auch Profiköche greifen aufgrund von Fachkräftemangel und immensem Zeitdruck immer mehr zu den komfortablen Packungen.

Laut vorsichtigen Schätzungen von Experten beziffert sich die Zahl der eingesetzten Convenience-Produkte in Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung bereits auf über 70 Prozent. Was die Privathaushalte betrifft, so essen rund 40 Prozent der Deutschen aktuellen Befragungen des Meinungsforschungsinstituts Forsa zufolge gerne zuhause mal eine Tiefkühlpizza oder ein Fertiggericht. Vegetarisches ist immer noch ein großes Thema, denn immerhin gehören rund 12 Prozent aller im vergangenen Jahr auf den Markt gebrachten Fertiggerichte dieser Kategorie an. 2011 waren es nur lediglich 2 Prozent.

Insgesamt legen vor allem jüngere Menschen, genauer gesagt 72 Prozent der Befragten der Forsa-Studie, sowie 63 Prozent der Frauen inzwischen Wert auf eine unkomplizierte und schnelle Zubereitung des Essens. Gemeinhin stehen heute nur noch 39 Prozent zuhause am Herd, 2015 rührten hingegen noch 41 Prozent in Topf und Pfanne. Diese Entwicklung schreitet aufgrund wachsender Mobilität und veränderter Lebensbedingungen ebenfalls stetig weiter voran.

Großes Potenzial

Das schlechte Image, das Fertiggerichten in früheren Zeiten anhaftete, ist dabei längst passé. Heute sind die Mahlzeiten modern, von hoher Qualität, attraktiv verpackt und absolut hygienisch. Großes Potenzial wird insbesondere Bio-Produkten bescheinigt. So erwarten Umfragen der Nürnberger Messe im Zusammenhang mit der Biofach 2017 zufolge etwa 84 Prozent der Betreiber von Naturkostläden und kleineren Supermärkten auch in 2017 steigende Umsätze. Einen großen Schub verspricht zudem der Online-Handel, denn Verbraucher lassen sich aus Zeitmangel, Bequemlichkeit oder Affinität zum Online-Shopping mittlerweile gerne ihre Lebensmittel in Bio-, Premium- oder normaler Qualität auf Knopfdruck nach Hause oder in den Betrieb schicken. Experten schätzen, dass wir im Jahre 2030 bereits den überwiegenden Teil der Einkäufe vom Sofa oder Schreibtisch oder unterwegs via Smartphone erledigen und die Lebensmittel transportsicher sowie ressourcenschonend verpackt durch Dienstleister anliefern lassen. Insgesamt geht die Entwicklung dabei hin zu bedarfsgerechten Portionsgrößen – so wünschen sich gerade Singles und auch ältere Konsumenten Mahlzeiten, die ihrem persönlichen Verbrauch entsprechen.

Gesund soll es sein

Ob Pasta, indisches Curry, Nass- oder Trockenfertiggericht, viel Fleisch, vegetarisch oder rein vegan – in jedem Fall sollten die Lebensmittel gesund, ausgewogen und qualitativ hochwertig sein. Mit dem Verzicht auf künstliche Aromen, Geschmacksverstärker sowie Konservierungs- und Farbstoffe entsprechen lebensmittelverarbeitende Betriebe dem Zeitgeist. Für 91 Prozent der Deutschen steht vor allem der Geschmack im Vordergrund. Daneben spielt aber auch das Verpackungsdesign eine wichtige Rolle, denn attraktiv verpackte Gerichte, die eine verlängerte Haltbarkeit ohne Qualitätseinbußen und eine leichte Handhabung versprechen, werden am Point of Sale bevorzugt.

Als weiteren starken Trend in diesem Markt ist Chilled Food zu sehen. Das Marktvolumen dieser vorgefertigten oder fertigen Lebensmittel, die im Kühlregal angeboten werden, wächst jährlich rasant. Aber auch sogenannte High-Convenience-Produkte sind auf dem Vormarsch. Hierbei handelt es sich um Kompositionen, die in einem Gastronomiebetrieb, künftig aber zunehmend auch industriell in Premiumqualität frisch hergestellt werden und am Ende praktisch nicht von selbst zubereiteten Speisen zu unterscheiden sind. Hierfür werden die einzelnen Bestandteile des Gerichts, also beispielsweise Fleisch oder Fisch, Sättigungsbeilagen und Saucen, portionsweise in Plastikbeutel gefüllt, separat erhitzt und appetitlich auf dem Teller angerichtet.

Blickt man auf die Landkarte, kristallisieren sich vor allem Russland, China und Indien als starke Wachstumsmärkte für Convenience und Fertiggerichte heraus. So entstehen beispielsweise gerade in Russland derzeit zahlreiche neue Anlagen, bei denen große Agrarholdings oder auch Einzelhandelsketten ihre Produkte selbst verarbeiten und teilweise sogar unter eigenem Label vermarkten.